Eine Untersuchung hinsichtlich mentaler Gesundheit und Entwicklung
Disziplin und Willensstärke spielen im Zusammenhang mit Persönlichkeitsentwicklung und individuellem Wachstum eine entscheidende Rolle. Häufig ist der Begriff der Selbstdisziplin jedoch negativ konnotiert. Viele Menschen assoziieren Disziplin, mit einer Form der Selbstbestrafung oder zwanghaften Kontrolle. Auch gesellschaftlich wird diese Deutungsform verstärkt. Ständiger Leistungsdruck lässt annehmen, dass Disziplin auch heute noch eine strenge und zwanghafte Maßnahme sei. Auf neurologischer Ebene erschwert sich die Fähigkeit zur nachhaltigen Disziplin grundlegend. Durch Smartphones, Soziale Medien und eine Gesellschaft, die auf schnelle Dopaminreaktionen ausgelegt ist, gewöhnt sich das Gehirn an unmittelbare Belohnungen bei minimalem Aufwand. Im Gegenzug werden langfristige und nachhaltige Selbststeuerung, sowie die regulierte Ausschüttung von Dopamin immer seltener. In der heutigen reizüberfluteten Welt wird Disziplin somit zu einer notwendigen Maßnahme um aktiv mit Herausforderungen um zugehen und Kontrolle über das eigene Handeln zurück zu gewinnen. Ziel der Bachelorarbeit war es einen nachhaltigen Ansatz für Disziplin zu entwickeln. Dabei beruht dieser nicht auf äußeren Zwängen, sondern auf ressourcenorientierten Fähigkeiten. Die Arbeit liefert konkrete Anhaltspunkte und definiert den Umgang mit Disziplin neu. Das Projekt schafft einen Bildungsrahmen, welcher frei von Bewertung und Scham entsteht.