Der Mensch hat alle Ökosysteme der Erde tiefgreifend verändert. Das ist ein zen- traler Aspekt des sogenannten „Anthropozäns“. Trotz intensiver Forschung fehlen oft langjährige ökologische Daten, um natürliche und menschliche Einflüsse klar zu unterscheiden. Hier setzt Conservation Paleobiology (dt. etwa „Naturschutzpaläo- biologie“) an: ein interdisziplinäres Feld, das geohistorische Daten (z. B. Fossilien, Sedimente) nutzt, um Biodiversitätsveränderungen über lange Zeiträume hinweg zu verstehen und Naturschutzmaßnahmen zu unterstützen. Allerdings wird dieses Wissen bisher kaum praktisch umgesetzt. Ursachen sind begrenzte Ressourcen, wenig Bekanntheit der Paläontologie, psychologische Distanz zur „fernen Vergan- genheit“ und fehlendes Vertrauen in paläontologische Datenformen. Um dies zu überwinden, braucht es gezielte Kommunikationsmaßnahmen in Form von Informa- tionsmaterial wie etwa Infografiken, die das Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen Paläontologen und Naturschützern stärken und konkrete Einsatzmöglich- keiten aufzeigen.