Diese Arbeit beschäftigt sich explorativ mit dem schwer zu greifenden Gefühl des Heimwehs. Ihr Ziel ist es, Menschen Heimweh als Konzept nahezubringen und sie in einem Moment des Innehaltens zur Reflexion ihrer eigenen Wahrnehmung von Zuhause und Heimweh zu bewegen. Heimweh wird hier in sechs Kategorien aufgeteilt. Fünf davon befassen sich mit der Wahrnehmung von Heimweh, die sechste beleuchtet die Verortung von Zuhause. Diese sechs Kategorien (olfaktorisch, gustatorisch, akustisch, visuell, haptisch und räumlich) sollen Ansätze bieten, wie Heimweh zu fassen sein kann.
In einem Ausstellungsobjekt finden sich Repräsentanzen dieser Kategorien wieder, die in Kombination mit beiliegenden und den Kategorien zugeordneten Heften, über Erinnerungen, Sinneseindrücke und Heimweh aufklären und durch Impulsfragen zur Reflexion anregen. Es verbindet sich die Abstraktheit von Heimweh mit einem Versuch, das Empfinden von Heim(-weh) in seine verschiedenen Bestandteile zu entschlüsseln. Das Objekt spiegelt die Abstraktheit und Naturnähe durch amorphe Formen und die raue Struktur von Pappmaché wieder.
Das Projekt lädt ein zum Entdecken, in-sich-hinein-Hören und mit einem Zukunftsblick eigene Orte der Geborgenheit zu schaffen und zu gestalten.